News vom 01.05.2015

Abblasen überschüssigen Klebers von Schuhsohlen

1. Prozessbeschreibung

In einer Produktion für Gesundheitsschuhe wird das Fußbett als zentrales Teil mit dem Oberteil und der Sohle verbunden. Für die Verbindung mit der Sohle wird das Fußbett mit flüssigem Haftgrund benetzt. Überschuss tropfte bislang unkontrolliert auf einer langen Transportstrecke ab. Dadurch wurden Anlagen verschmutzt und die Durchlaufzeit verlängert, was zu höheren Kosten führte.

2. Aufgabenstellung

Effektives entfernen des Überschusses auf kurzer Strecke und gleichzeitige Trocknung des Haftgrunds. Auf den Produktionsanlagen werden die Fußbetten auf dem Band transportiert. Es gibt mehrere Punkte, an denen die Installation von Abblaseinrichtungen vorgenommen werden kann.

3. Lösungsentwicklung

3.1. Effektivität & Vorschriften:
Auf Basis der Prozess- und Rahmenbedingungen wurden Versuche mit unterschiedlichen Düsen- und Airknifes durchgeführt. Für ein gutes Ergebnis ist es wichtig, das Abblasen der Kanten (kleine Fläche) anders zu lösen als das Abblasen der Sohle. Ebenso ist die Reihenfolge und Intensität (Druck und Volumenstrom) mit der an unterschiedlichen Stationen abgeblasen wird, zu definieren. Letztendlich wurde das Gesamtsystem ausgelegt, mit dem entsprechenden Gebläse und einer strömungs-optimierten Rohleitungsführung inklusive individueller Ansteuerung der Abblas-vorrichtungen. Notwendige Schallschutzmaßnahmen wurden ebenfalls berücksichtigt.

3.2. Effizienz
Das Gebläse wurde dabei so dimensioniert, dass es mit optimalem Wirkungsgrad arbeitet (Energieeinsparung). Um Verunreinigungen zu vermeiden, ist ein Ansaugfilter vorgeschaltet. Das Filter wird mit einem Differenzdrucksensor überwacht.

4. Realisierung

Nach einem ersten Briefing wurde schnell klar, dass die Hauptaufgabe in der strömungstechnischen Optimierung liegt, um möglichst geringe Betriebskosten zu realisieren.
Auf Basis von Versuchen im ANTEWA eigenen Labor wurde ein Anlagenkonzept entwickelt und angeboten. Wesentlicher Bestandteil des Projektes war dann das Engineering. In der Folge wurde das Projekt realisiert und erfüllt seither sämtliche Erwartungen.
Bei der Realisierung hat ANTEWA sowohl die Komponenten als auch das Engineering geliefert. Dadurch wurde es möglich, Partner des Kunden vor Ort einzubinden. So wurde die komplette Verrohrung nach Vorgabe von ANTEWA vor Ort bezogen. Dies führt zu Kosteneinsparungen in der Investitionsphase als auch bei etwaig notwendigen Wartungsmaßnahmen.